Christoph Maria Moosmann

Christoph Maria Moosmann, geboren 1960 in Süddeutschland, schoss sein Studium an der staatlichen Hochschule für Musik Freiburg im Breisgau als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes mit dem A-Examen für katholische Kirchenmusik und dem Solistendiplom im Fach Orgel ab. Dem folgten Kapellmeisterstudien in Basel und Zürich.

Als international anerkannter Orgelvirtuose und gefragter Spezialist für diffizile Uraufführungen war Moosmann regelmäßig Gast internationaler Festivals. Namhafte Komponisten haben Orgelwerke für Christoph Maria Moosmann geschrieben und ihm gewidmet, die er dann bei Festivals wie dem UltraSchall Festival (Berlin), Aspekte (Salzburg), NYYD-Festival (Tallinn), Musique en Scène (Lyon), Musica Nova (Bremen), Kunststation St. Peter (Köln) und den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik zur Uraufführung brachte.

Moosmann gastierte bei den Berliner und Bamberger Symphonikern, der Lettischen Staatsphilharmonie und dem Symphonieorchester des Norddeutschen Rundfunks sowie im Opernhaus Zürich und trat als Solist in der Musashino Cultural Hall Tokio, im Konzerthaus Berlin, im Mozarteum Salzburg, in Barcelona, Paris, Wien und in vielen Domen und Kathedralen in ganz Europa auf.

Seine Diskographie umfasst u.a vier Orgelsinfonien von Charles-Marie Widor, Gesamteinspielungen der Orgelwerke von César Franck, Arvo-Pärt (New Albion) und Horatiu Radulescu (Mode Records) sowie die bislang einzige Einspielung von Ernst Helmuth Flammers monumentalen Zyklus Superverso per organo (NEOS).

Als Gründer und künstlerischer Leiter des festival religio musica nova (Zürich) gab Moosmann bedeutende Werke geistlicher Musik in Auftrag, darunter Immaculata von Sir John Tavener, die weltweit erste und einzige multireligiöse Messe, die vom Rundfunkchor Berlin im Zürcher Grossmünster uraufgeführt wurde.

Zu Moosmanns eigenen Projekten gehören Antiphona, eine Liturgie für Sopran, Orgel und Licht, basierend auf Liedern von Hildegard von Bingen und seine große multimediale liturgische Oper In Die Sancti Germani Abbatis.

In den letzten Jahren hat sich Moosmann ausschließlich der Gesamteinspielung von L’Orgue Mystique von Charles Tournemire gewidmet, welche derzeit als work in progress auf verschiedenen Streaming-Plattformen erscheint.